Ist Gott für uns?

Impuls zum 17.06.2006:

Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.
~ Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 43, Vers 2

Eine starke Prophezeiung, welche uns Jesaja hier gibt. “Mit Gott werde ich Superman” könnte man diesen Vers vielleicht in unseren Sprachgebrauch übertragen. Mit Gott kann uns niemand etwas anhaben, mit Gott bin ich unbesiegbar. Entspricht das wirklich unserer Erfahrungswelt? Können wir mit Gott wirklich alles machen? Empfinden wir mit Gott keinen Schmerz?
Und wenn wir Schmerz empfinden, ist Gott dann etwa nicht bei uns? Gerade dann, wenn wir seiner Hilfe und seines Zuspruchs bedürften? Was ist das für ein Gott, der nur bei uns ist, wenn es uns gut geht?

Wenn dem so wäre, dann hätten wir einen grausamen Gott,  einen Gott, der sich an unserem Leid zu erfreuen scheint. Aber vielmehr ist es aber vielleicht so, dass uns mit Gott der Schmerz der Welt nichts anhaben kann. Wenn ich um die Gnade Gottes und die Unsterblichkeit meiner Seele weiß, dann kann kein weltliches Leid meine Zuversicht erschüttern, denn ich weiß, dass mein Leid immer nur von vorübergehender Dauer ist und verglichen mit der Ewigkeit Gottes nur einen kurzen Moment darstellt. Oder um es mit den Worten des Apostels Paulus zu sagen:

Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
~ Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom, Kapitel 8, Vers 31

Ich wünsche euch allen einen gesegneten Tag.

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